Bunte Pflanzen- & Tiervielfalt
Wildrosen
Wildrosen sind echte Naturtalente: pflegeleicht, robust und voller Leben. Anders als viele gezüchtete Sorten brauchen sie wenig Aufmerksamkeit und bieten dafür umso mehr – vor allem für Insekten wie Schmetterlinge, Wildbienen, Käfer und Wespen. In Mitteleuropa sind rund 30 Wildrosenarten heimisch. Ihre ungefüllten, fünfblättrigen Blüten blühen nur einmal, dafür umso intensiver. Nach der Blüte bilden sie Hagebutten – alle essbar! Aus ihnen lassen sich Tee, Gelee oder Marmelade machen. Oder sie bleiben einfach am Strauch und werden im Winter zur wertvollen Nahrungsquelle für Vögel. Wildrosen sind so, wie die Natur sie geschaffen hat – schön, nützlich und ursprünglich.
Kornelkirsche
Die Kornelkirsche ist nicht nur hübsch, sondern auch richtig robust – kein Wunder, dass sie zum Strauch des Jahres 2024 gewählt wurde! Sie trotzt Trockenheit und Wind und blüht oft schon im Februar, noch bevor die Blätter da sind. Damit ist sie eine der ersten wichtigen Nahrungsquellen für Insekten im Jahr. Im Sommer freuen sich dann viele Vögel – und auch wir Menschen – über die gesunden, essbaren Früchte.
Die Honigbiene
Im Schaubienenkasten am Rand der Blumenwiese lässt sich das Leben der Honigbienen ganz nah beobachten. Was wie wildes Gewusel aussieht, ist in Wahrheit ein perfekt organisiertes System. Jede Biene im Stock hat ihre Aufgabe: Die meisten sind unfruchtbare Weibchen, die sich um Brutpflege, Wabenbau oder das Sammeln von Nektar kümmern. Männliche Bienen – die Drohnen – leben nur, um die Königin beim Hochzeitsflug zu begatten. Die Königin ist deutlich größer und am farbigen Punkt am Hinterleib gut zu erkennen. Ihre Hauptaufgabe: Eier legen. Auch wenn viele bei „Biene“ sofort an Honig denken – in Österreich leben rund 700 Wildbienenarten, die meist alleine unterwegs sind. Mehr dazu gibt’s im eigenen Wildbienen-Kapitel!
Hummel
Hummeln sind echte Frühlingsboten! Im Gegensatz zu Honigbienen überlebt bei ihnen nur die Jungkönigin den Winter. Sie macht sich im Frühjahr allein auf die Suche nach einem Nistplatz – und gründet dort ihr neues Volk. In Österreich gibt es rund 45 Hummelarten. Besonders häufig sieht man die Ackerhummel (Bombus pascuorum), die mit ihrem pelzigen Körper fleißig von Blüte zu Blüte summt und bei der Bestäubung eine wichtige Rolle spielt.
Großblütige Königskerze
Majestätisch und leuchtend gelb: Die Großblütige Königskerze macht ihrem Namen alle Ehre und überragt im Sommer viele andere Pflanzen. Im ersten Jahr zeigt sie sich nur als unscheinbare Blattrosette, doch im zweiten Jahr wächst sie bis zu zwei Meter hoch und blüht prächtig. Die heimische Pflanze liebt Sonne, ist pflegeleicht und robust. Ihre Blüten sind reich an Pollen und ein Magnet für Bienen, Hummeln, Käfer und viele weitere Insekten. Seit Jahrhunderten wird sie auch vom Menschen geschätzt – etwa als Heilpflanze bei Erkältungen. Die getrockneten Blüten ergeben einen wohltuenden Tee. Bei uns im Naturerholungspark sorgt sie für Farbe, Vielfalt und summendes Leben zur Sommerzeit.
Tausendfüßer
Auch wenn der Name anderes vermuten lässt – Tausendfüßer haben meist „nur“ rund 200 Beinpaare. Die glänzend grau-schwarzen Vielfüßer gehören zur riesigen Gruppe der Gliederfüßer, dem artenreichsten Tierstamm überhaupt. Sie leben bevorzugt feucht und dunkel, sind nachtaktiv und echte Bodenhelfer: Als Humusbildner fressen sie abgestorbene Pflanzenteile und wandeln sie in fruchtbare Erde um. Damit leisten sie – ähnlich wie Regenwürmer – einen wichtigen Beitrag zur Bodengesundheit. Gefährlich sind sie für uns nicht, wohl aber für Vögel und Reptilien, die sie auf ihrem Speiseplan haben.
Feldhase
Wer im Winter genau hinschaut, entdeckt vielleicht Hasenspuren im Schnee: Zwei parallele Abdrücke – das sind die kräftigen Hinterbeine – und dahinter zwei kleinere von den Vorderpfoten. So hüpft der Feldhase durch den Park. Mit seinem guten Gehör, perfekter Tarnung und beeindruckender Sprintkraft ist er ein echter Überlebenskünstler. Im Winter wird sein Fell heller und passt sich ideal an die Umgebung an. Doch obwohl er so anpassungsfähig ist, hat es der Feldhase heute schwer. Intensive Landwirtschaft und zerschnittene Lebensräume setzen ihm zu. Zu seinen natürlichen Feinden zählen Fuchs, Dachs, Marder und Greifvögel. Umso schöner, wenn sich im Naturerholungspark noch Spuren finden lassen.
Unsere Tipps
🤸 Nutze die freie Fläche für Bewegung – ob Dehnen, Sporteln oder einfach barfuß laufen
🧘 Mach eine Pause auf der Wiese – Sonne oder Schatten, hier lässt es sich wunderbar entspannen
💻 Verlege dein nächstes Meeting nach draußen – frische Luft bringt neue Ideen
Weiter geht’s!
👉 Mach dich auf zur nächsten Station – dort wartet schon das nächste Naturerlebnis auf dich. Einfach dem Weg folgen – vor Ort findest du wieder ein Schild mit QR-Code, der dich direkt zur passenden Seite führt.