Bunte Pflanzen- & Tiervielfalt
Das rote Seifenkraut
Zwischen den Duft- und Kräuterbeeten leuchtet es rosarot: Das Rote Seifenkraut sorgt von Mai bis Juli für ein farbenfrohes Blütenmeer und zieht viele Insekten an. Die mehrjährige Wildstaude gehört zur Familie der Nelkengewächse, von denen es rund 43 Seifenkraut-Arten gibt. Ein besonderer Inhaltsstoff der Pflanze ist das sogenannte Saponin – in Wasser gelöst bildet es Schaum, fast wie Seife. Deshalb wurde das Gewöhnliche Seifenkraut früher tatsächlich als natürliches Waschmittel genutzt. Heute ist es vor allem ein Blickfang mit ökologischer Bedeutung. Jahreszeit: F / S
Der Muskateller-Salbei
Der Muskateller-Salbei ist zwar kein heimisches Kraut, fühlt sich aber in unseren Kräuterbeeten sichtlich wohl – und duftet einfach herrlich! Seine prachtvollen, nektarreichen Blüten locken zahlreiche Bienen und andere Bestäuber an. Damit ist er eine echte Bereicherung für Insekten und Nasen gleichermaßen. Die aromatischen Öle werden in der Parfümherstellung genutzt, und auch die Blätter lassen sich – ähnlich wie beim Echten Salbei – als Würzkraut verwenden. Jahreszeit: S / H
Die Großblütige Königskerze
Majestätisch und leuchtend gelb: Die Großblütige Königskerze macht ihrem Namen alle Ehre und überragt im Sommer viele andere Pflanzen. Im ersten Jahr zeigt sie sich nur als unscheinbare Blattrosette, doch im zweiten Jahr wächst sie bis zu zwei Meter hoch und blüht prächtig. Die heimische Pflanze liebt Sonne, ist pflegeleicht und robust. Ihre Blüten sind reich an Pollen und ein Magnet für Bienen, Hummeln, Käfer und viele weitere Insekten. Seit Jahrhunderten wird sie auch vom Menschen geschätzt – etwa als Heilpflanze bei Erkältungen. Die getrockneten Blüten ergeben einen wohltuenden Tee. Bei uns im Naturerholungspark sorgt sie für Farbe, Vielfalt und summendes Leben zur Sommerzeit.
Die Honigbiene
Ab jetzt können wieder die Honigbienen bei ihrem Tun beobachtet werden: im Schaubienenkasten am Rande der Blumenwiese lässt sich in Ruhe das faszinierende Leben der Bienen beobachten. Was auf den ersten Blick wie ein „Gewusel“ wirkt, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als perfekt durchorganisiertes System.
Jede Biene im Stock hat eine bestimmte Aufgabe. Das Bienenvolk besteht fast ausschließlich aus unfruchtbaren Weibchen, die unterschiedliche Arbeiten, wie Brutpflege oder Futtersammeln übernehmen.
Der große Wollschweber
Der Große Wollschweber sieht auf den ersten Blick aus wie eine kleine Hummel, gehört aber zu den Fliegen. Mit seinem langen Rüssel schwebt er wie ein winziger Kolibri vor Blüten und saugt Nektar – flink, lautlos und ein toller Bestäuber! Weniger charmant ist sein Nachwuchs: Die Larven entwickeln sich als Parasiten in den Nestern von Wildbienen, Grabwespen oder bestimmten Schmetterlingen, wo sie sich von deren Nachwuchs ernähren.
Die Ackerhummel
Hummeln sind echte Frühlingsboten! Im Gegensatz zu Honigbienen überlebt bei ihnen nur die Jungkönigin den Winter. Sie macht sich im Frühjahr allein auf die Suche nach einem Nistplatz – und gründet dort ein neues Volk. In Österreich gibt es rund 45 Hummelarten. Besonders häufig sieht man die Ackerhummel (Bombus pascuorum), die mit ihrem pelzigen Körper fleißig von Blüte zu Blüte summt und bei der Bestäubung eine wichtige Rolle spielt.
Der Taußendfüßer
Auch wenn der Name anderes vermuten lässt – Tausendfüßer haben meist „nur“ rund 200 Beinpaare. Die glänzend grau-schwarzen Vielfüßer gehören zur riesigen Gruppe der Gliederfüßer, dem artenreichsten Tierstamm überhaupt. Sie leben bevorzugt feucht und dunkel, sind nachtaktiv und echte Bodenhelfer: Als Humusbildner fressen sie abgestorbene Pflanzenteile und wandeln sie in fruchtbare Erde um. Damit leisten sie – ähnlich wie Regenwürmer – einen wichtigen Beitrag zur Bodengesundheit. Gefährlich sind sie für uns nicht, wohl aber für Vögel und Reptilien, die sie auf ihrem Speiseplan haben.
Unsere Tipps
🌿 Entdecke die Vielfalt heimischer Kräuter – viele davon sind essbar und laden zum Kennenlernen ein.
👃 Lass deine Nase mitentscheiden – genieße das Duftspiel verschiedenster Kräuter und Blüten.
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